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ES GIBT EINE HAND, DIE DICH SEGNET,
ES GIBT EINE HAND,
DIE DICH HÄLT.

 

 

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Gruppierungen

 

Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat ist das Leitungsgremium einer Pfarrgemeinde. Er trägt zusammen mit dem Pfarrer die Verantwortung für das Gemeindeleben. Im Pfarrgemeinderat können von der Gemeinde gewählte und vom Pfarrer berufene Vertreter Ideen einbringen, Aktivitäten fördern und mitbestimmen, welche Pläne in der Pfarrei verwirklicht und welche Ziele angestrebt werden.

Der Pfarrgemeinderat Leimersdorf besteht aus 8 gewählten und 3 berufenen Mitgliedern, sowie einem Vertreter des Pfarrverwaltungsrates. Der Pfarrgemeinderat Leimersdorf hat sich am 25. November 2015 konstituiert und besteht aus folgenden Mitgliedern:

  • Gunda Burmeister, Birresdorf
  • Krimhilde Dötsch, Nierendorf
  • Anja Dreßen, Birresdorf
  • Eva-Maria Mühlenbein, Oeverich
  • Elke Odenbach, Niederich
  • Joachim Opfer, Birresdorf (Vorsitzender, delegiert in den Pfarreienrat)
  • Friedhelm Pankowski, Nierendorf
  • Maria Sontag, Oeverich (stellv. Vorsitzende)
  • Ramona Sontag, Oeverich
  • Hubertine Thun, Birresdorf (Schriftführerin, delegiert in den Pfarreienrat).
  • Marcel Werner, Nierendorf (Vertreter des PGR im Verwaltungsrat)
  • Johann Assenmacher, Nierendorf (Vertreter des Verwaltungsrates im PGR)

Kirchen und Kapellen

Pfarrkirche Leimersdorf St. Stephanus

Die Pfarrkirche in Leimersdorf ist dem hl. Stephanus geweiht. Der Bau der heutigen Kirche wurde 1790 begonnen, im Jahr 1792 erfolgte die Einsegnung der Kirche. 2009 bis 2010 wurde die Kirche zuletzt grundlegend saniert und renoviert. Im Zentrum des neu gestalteten Altarraums steht ein vom Bildhauer Christoph Anders künstlerisch gestalteter Steinaltar mit Motiven des hl. Stephanus und des hl. Paulus. Ergänzt wird dieser Altar durch einen dazu passenden Ambo vom gleichen Künstler.

 

Filialkirche Nierendorf St. Petrus in Ketten

 

Kapelle St. Hubertus, Birresdorf

 

Kapelle St. Urbanus, Oeverich

Eduard Profittlich, ein Bekennerbischof aus Birresdorf

Ausbildung zum Priester

Eduard Profittlich wurde am 9. September 1890 in dem zur Pfarrei Leimersdorf gehörigen Ort Birresdorf geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in Leimersdorf, des Progym­nasiums in Ahrweiler und des Gymnasiums in Linz tritt er zunächst in das Priesterseminar in Trier ein. 1913 wird er  Novize im Jesuitenorden und studiert bis 1922 mit kriegsbedingter Unterbrechung an der Hochschule der Jesuiten in Valkenburg (Holland) Philosophie und Theo­logie. 1922 wird er zum Priester geweiht und feiert am 30. August 1922 seine Primiz in Leimersdorf.

Tätigkeit in Polen und Hamburg

Nach seiner Priesterweihe arbeitet Eduard Profittlich als Missionar in Polen und promoviert an der Hochschule in Krakau zum Doktor der Theologie und der Philosophie. Danach arbeitet er als Seelsorger für polnische Auswanderer in Hamburg.

Sein Weg nach Estland

1930 geht Profittlich als Missionar nach Estland und wird Priester an der Peter-Paul-Kirche in Reval (heute Tallinn). 1931 wird er vom Papst zum apostolischen Administrator in Estland ernannt, 1936 wird er dort zum Bischof geweiht.

Sowjetische Okkupation in Estland

In dieser Zeit ist Estland ein unabhängiger Staat, aber die politische Lage wird zunehmend angespannter. Im Hitler-Stalin-Pakt wird Estland dem Interessengebiet der Sowjetunion zuge­schlagen und damit gerät das Land verstärkt  unter sow­jetischen Einfluss. Mit dem Einmarsch sowje­tischer Truppen 1940 werden alle Bindun­gen nach Westen gewaltsam abgebrochen. Auch die katholischen Christen gelten als verdächtig und sind starken Repressalien ausgesetzt.

Die deutschstämmigen Esten erhalten 1941 die Möglichkeit nach Deutschland umzusiedeln. Diese letzte Chance, der sowjetischen Gewalt­herrschaft zu entkommen, wird von vielen Esten genutzt. Eduard Profittlich jedoch entscheidet sich zu bleiben. Er schreibt an seine Verwandten: „Es geziemt sich ja wohl, dass der Hirte bei seiner Herde bleibt und mit ihr Freud’ und Leid gemeinsam trägt.“

Verhaftung

Am 27. Juni 1941 wird Eduard Profittlich von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und mit unbekanntem Ziel abgeführt. Für die näch­sten Jahrzehnte gilt er als verschollen.

Die Aufklärung seines Schicksals

1990 werden die Prozessakten von der sow­je­tischen Regierung freigegeben. Daraus geht hervor, dass Eduard Profittlich wegen „konter­revolutionärer Tätigkeit und Agitation in der Kirche“ zum Tod durch Erschießen verurteilt wur­­de. Als Todesdatum wird der  22. Februar 1942 angegeben, vor  Vollstreckung des Todes­urteils.

Am 12. Juni 1990 wird Eduard Profittlich vom estnischen KGB offiziell rehabilitiert.

Seligsprechungsverfahren

Am 30.1.2002 wurde für ihn der Seligsprechungsverfahren eingeleitet, ein Prozess, dessen Ende mit großer Spannung erwartet wird.

Feierlichkeiten zum 70. Todestag

Am 23. Februar 2012 feierte die Pfarrei St. Stephanus anlässlich des 70. Todestag von Erzbischof Eduard Profittlich ein feierliches Pontifikalamt mit Abt Benedikt Müntnich aus der Abtei Maria Laach unter reger Beteiligung der zahlreichen Verwandtschaft von Eduard Profittlich. Eigens für diese Feier ist Generalvikar Alfonso di Giovanni als Vertreter des Bischofs von Estland aus Tallinn angereist. Konzelebriert haben weiterhin Dechant Jörg Meyrer aus Ahrweiler und Pfarrer Kurt Groß aus Karweiler. Zuvor feierten Generalvikar di Giovanni und Pfarrer Groß in der Birresdorfer Kapelle eine Andacht. Im Anschluss an das Pontifikalamt war bei einem Empfang im Haus des Dorfes in Leimersdorf Gelegenheit zu anregenden Gesprächen, die von allen Anwesenden ausgiebig genutzt wurde.

Bild:
Gedenkplakette zu Ehren von Eduard Profittlich an der Birresdorfer Hubertuskapelle. Geschaffen vom Nierendorfer Künstler Friedhelm Pankowski 2011 aus Anlass der 900-Jahr-Feier von Birresdorf enthüllt.


Quellen:
Ottmar Prothmann: Eduard Profittlich - Ein Bekennerbischof aus Birresdorf.
Lambert Klinke: Erzbischof Eduard Profittlich und die katholische Kirche in Estland 1930 bis 1942.
Herausgeber: Pfarrgemeinderat Leimersdorf 2011